Patenschaften und Spenden

Werden Sie Pate eines unserer lieben Tiere und unterstützen Sie uns so dabei, die seltenen Haustierrassen der Karpaten am Leben zu erhalten! Über jede kleine Spende freuen wir uns ebenso. 

 

 

Wir bieten die folgenden Patenschaften oder eine Mitgliedschaft:

Teilpatenschaft Für einen beliebigen Betrag pro Jahr unterstützen Sie Ihr Patentier (gemeinsam mit anderen Paten)
Vollpatenschaft Für 500 Euro pro Jahr unterstützen Sie ganz exklusiv ihr persönliches Patentier
Kleines Budget - große Wirkung Als Fördermitglied unterstützen Sie schon ab 25 Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr unsere Arbeit für die Artenvielfalt.

Konto:

Michel Jacobi

GLS Bank

IBAN:

DE10 4306 0967 7904 1568 00

BIC:

GENODEM1GLS

 

Email: jacobi.michel@googlemail.com

 

 

Als Pate erhalten Sie

  • Halbjährlich ausführliche Informationen wie Berichte und Fotos über Ihr Patentier und unsere Arbeit

Außerdem sind Sie selbstverständlich jederzeit willkommen, Ihrem Patentier und uns einen Besuch abzustatten

 

 

Unsere Patentiere

Pauliko

Pauliko, der König unserer Büffelherde und der älteste, sowie größte Karpatenwasserbüffel Bulle überhaupt, ist trotz seines gewaltigen Erscheinungsbildes im Umgang mit seinen Herdenmitgliedern und uns Menschen am sanftesten. Somit legt er sich, erhält er eine Kraul- und Streicheleinheit, hin und streckt genießerisch alle Glieder von sich. Oder er trägt uns und Besucher ohne mit der Wimper zu zucken ruhig und sicher auf seinem breiten Rücken.

Jafin

Jafin ist ausgesprochen wachsam und schlau. Begegnet sie Menschen, vergewissert sie sich zuallererst über deren Absichten, indem sie den Kontakt sucht, auf die Stimme achtet und deren Hand ableckt, um den Geruch aufzunehmen. Ist sie sich unsicher, zieht sie sich zurück, fühlt sie sich wohl, bleibt sie, kann sich aber dennoch noch nicht hundertprozentig entspannen, gewöhnt sich jedoch zunehmend an Körperkontakt mit ihr lieben Menschen. Ihre erste Tochter Mirabella hat sie immer im Blick und verteidigt sie u.a. gegenüber unseren Hunden, auch wenn das kleine Wasserbüffel Kälbchen lediglich neugierig spielen und entdecken will. Wir hoffen, Jafin im Winter melken zu können und versuchen sie bereits darauf vorzubereiten, indem wir sie immer wieder mit Obst verwöhnen, so dass sie nur gute Erfahrungen mit uns verbindet.

Mirabella

Kurz nachdem Mirabella das Licht dieser Welt erblickt hatte merkte ihre Mutter Jafin, dass ihr das Herdenleben mit diesem Frischgeborenen doch etwas zu anstrengend war. Somit zogen die zwei sich in den ersten Tagen in die Büsche am Waldrand zurück. Dort versteckten sie sich unter anderem unter den Mirabellenbäumchen, deren ersten Früchte gerade reif waren und denen unser Wasserbüffelkälbchen ihren Namen verdankt. Mirabella hat bereits eine enorme Entwicklung vollzogen. Von ängstlich neugierig uns Menschen gegenüber ist sie entdeckerfreudig und mutig geworden und genießt im Vergleich zu ihrer Mutter bereits lange Streicheleinheiten von uns, während sie uns beschnuppert und unsere Klamotten erforscht. Sie liebt es, herum zu springen und zu rennen, um nach diesen Abenteuern zu ihrer Mutter zurück zu kehren, zu trinken und ihre neu gesammelten Erfahrungen zu verdauen.

Katka

Katka ist ein sehr friedliches Herdenmitglied. Sie versucht, niemanden zu dominieren, sondern genießt gute und enge Beziehungen zu Mensch und Tier. So freut sie sich jederzeit darüber, gekrault zu werden und junge Wasserbüffel suchen den Kontakt zu ihr. In den nächsten Monaten erwartet sie mit vier Jahren ihr erstes Kalb.

Lady

Lady ist eine einjährige, skeptische und sehr liebenswerte kleine Wasserbüffelkuh. Neugierig geht sie auf uns Menschen zu, empfindet jedoch Streicheleien als grenzüberschreitend und akzeptiert ausschließlich Kontakt, indem sie die Hand abschleckt oder an Klamotten knabbert. Im Kontakt mit noch jüngeren Wasserbüffeln ist sie bisweilen recht verspielt, wirkt aber ansonsten schon sehr erwachsen. Daher und aufgrund ihres vornehmen Verhaltens ihre Namensgebung.

Karolina

Karolina, neugierig und ängstlich zugleich, ist doch die Büffelkuh, welche den größten Beitrag zu unserem kleinen Melkbetrieb leistet. Sie lässt sich mit Äpfeln und Maismehl gelassen melken und dank ihrem bulgarischen Anteil schenkt sie uns als „Mischlingsbüffelin“ am meisten reichhaltige Büffelmilch. Dennoch ist ihr Charakter anders als der einer reinen Karpatenwasserbüffelkuh, sie leitet immer wieder die Herde dabei an, abzuhauen, zerstört dabei manch einen Zaun und gibt sich auch mit der saftigsten Wiese nicht zufrieden, wenn sie nicht weiß, was hinter der nächsten Wegbiegung auf sie wartet. Somit ist sie leider nicht die am besten qualifizierte Leitkuh. Trotzdem haben wir sie über die Jahre lieb gewonnen und gehen mit ihr durch alle Höhen und Tiefen.

Simba

Simba ist einer unserer zwei Zuchtbullen, der noch darauf wartet, unsere Herde kennenzulernen. Zurzeit weidet er inmitten einer anderen Karpatenwasserbüffelherde zwei Dörfer weiter. Es ist für die Karpatenwasserbüffelzucht essenziell, Genmaterial auszutauschen und zu kooperieren, wie wir es mit unserem Freund Vladislav in Buschtyno tun. Aufgrund des ausgeprägten Konkurrenzverhaltens von Wasserbüffel Bullen ist es sehr schwierig, mehrere Bullen zu halten, trotz der Wichtigkeit, um Inzucht zu vermeiden. Somit sind wir immer auf der Suche nach zusätzlichen Partnern, die bereit wären, einzelne Bullen oder ein Wasserbüffelpärchen für einen gewissen Zeitraum zu halten oder nach anderen Wasserbüffel Haltern, die ebenfalls einen Schwerpunkt auf die Zucht von reinen Karpatenwasserbüffeln legen.

Leila

Diese ca. acht jährige Stute haben wir im Winter vor dem Schlachter gerettet. Zuvor lebte sie bei einer Roma Familie, die sie verkaufte, da Leila nicht mehr ausreichend belastbar war. So war sie erst mal recht dünn, hatte Schwierigkeiten aufzustehen und brauchte eine Weile, bis sie sich Zuhause gefühlt hat. Erst als sich eine klare Dynamik zu Bujan und Kaschtan aufgebaut hatte, konnte sie sich wirklich entspannen. Seit sie Tag und Nacht grasen kann und nicht mehr arbeiten muss, hat sie ganz schön zugelegt und sie hat sich als sehr erfahren und ausgeglichen entpuppt. Wir haben sie bereits ins Herz geschlossen und Leila gehört nun schon wie selbstverständlich zu unserer Tier- und- Menschen- Familie. Wir hoffen, dass sie seit Februar von Kaschtan trächtig ist und freuen uns bereits außerordentlich auf ein Fohlen mit starker Zebrierung.

Kaschtan

Kaschtan, auf huzulisch „Der Kastanienbraune“, ist unser stolzer und feuriger Huzulen Hengst. Aufgezogen als Kutschpferd trippelte er schon als Fohlen neben seiner Mutter her und ist seit Kindheitsbeinen an Mensch und Straßenverkehr gewöhnt; ihn erschreckt nichts und niemand. So trägt er, seit er zu uns und unserer Pferdeherde gekommen ist, auch bereitwillig Reiter auf seinem Rücken, treibt abhanden gekommene Kühe oder Büffel zu ihrer Herde zurück oder erzieht beim Kutsche Fahren seinen Freund, den weniger erfahrenen Bujan, unseren Wallach.

Bujan

Unser ehemaliger Leithengst, nun Wallach, ist bereits in unserer Pferdeherde aufgewachsen und kennt uns, sowie seine sommerliche Freiheit auf dem Feld genau. Von Michel und unterschiedlichen Freunden eingeritten ist er ein gemütlicher, ausgeglichener und sehr gutmütiger Waldtarpan. Wie Kaschtan trägt er zahlreiche Wildpferd Eigenschaften wie einen ausgeprägten Aalstrich, Zebrastreifen an Beinen und Hals, dunkel umrandete Ohren und eine graubraune Farbe. Wie sein Name „Der Blühende“ oder laut Huzulen Freunden „Der Wilde“ verrät, überrascht er uns immer wieder mit seinem starken Eigensinn und seiner schönen Entwicklung an unserer Seite.

Morianka

Morianka ist unsere erste Kuh gewesen. Damals hatte sich Michel in den Bergen in diese kleine, stämmige und geländegängige, idyllisch ausschauende braune Kuh verliebt und sie mitgenommen. Und erst im letzten Winter hat Morianka Gesellschaft von weiteren Kühen ihrer Rasse bekommen. Sie ist eine Vertreterin des Karpaten Braunviehs („burokarpatski“) und höchstwahrscheinlich eine Nachfolgerin der bereits ausgestorbenen Rishka Kühe. Morianka schenkt uns ihre Milch frei grasend oder wiederkäuend auf der Weide. Den anderen Kühen gegenüber verhält sie sich sehr dominant und ist immer darum bemüht, die Leitkuh oder wenigstens eine der Leitkühe zu bleiben.

Donna

Donna, die Ruhe in Person, ausgeglichen, schlau und zurückhaltend. In der Rangordnung der Herde besetzt sie einen der niedrigsten Ränge, dies stört sie jedoch keineswegs. Sie ist mehr als zufrieden mit dem saftigen grünen Gras, an dem die anderen Kühe immer auf der Suche nach etwas Besserem vorbei gehen. Im Sommer hat sie uns ein gesundes Kälbchen geschenkt, das bis jetzt kaum von ihrer Seite weicht und daher auch uns gegenüber noch recht scheu ist, trotz des Vertrauens ihrer Mutter in uns.

Rosa

Rosa ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Tauschwirtschaft,  auf transkarpatisch der „Barter“, funktionieren kann. Den Winter über nahmen wir ihre Mutter auf und duften als Dank im Sommer ihr Kälbchen behalten. Unser erster Eindruck von Rosa war, wie sie uns  an der Seite ihrer Mutter problemlos folgte. Seit dieser ersten Begegnung ist ihre Zutraulichkeit bestehen geblieben, sie hört auf ihren Namen und begrüßt uns, sobald wir die Weide betreten. Auch beim Melken der anderen Kühe schaut sie neugierig immer wieder vorbei und schleckt uns ab.

Zeus

Zeus ist bereits als Jungbulle zu uns gelangt und hat seit dem Frühjahr ein enormes Selbstbewusstsein entwickelt. Sein Beliebtheitsstatus innerhalb der Herde ist für uns noch immer nicht recht nachvollziehbar, da er des Öfteren direkt neben uns beeindruckende Staubwolken aufwirbelt und dabei tiefe Urzeit Laute von sich gib. Daher ist er recht unberechenbar, ohne uns jedoch je angegriffen zu haben, vielleicht ähnlich seinem Namensvetter, dem launischen und häufig zürnenden Gott des Olymps.

Bei Interesse:

bitte eine Mail an jacobi.michel@googlemail.com.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Konto:

Michel Jacobi

GLS Bank

IBAN:

DE10 4306 0967 7904 1568 00

BIC:

GENODEM1GLS


Ehemalige Partenschaften

Raja

Raja (links) und Hironimus (rechts)
Karpatenbüffel Raja und Hironimus

Diese kleine Büffelkuh namens Raja, welche äußerlich alle Merkmale eines karpatischen Bergbüffels aufweist, ist wohl eine der interessantesten Persönlichkeiten der hiesigen Herde. Ukrainische Menschen, vor allem diejenigen, die eins selbst Büffel hielten, sagen, dass diese Tiere „Charakter“ haben. All unsere Büffel, doch besonders Raja, sind der lebendige Beweis dafür. Sie ist äußerst sanftmütig  und friedvoll. Freundlich begrüßt sie Menschen und deren Krauleinheiten. Und doch bewahrt Raja ihre Unabhängigkeit mit Stolz. Gleiches gilt auch für ihre Milch, denn diese ist natürlicherweise für das Kalb und nicht für den Menschen reserviert. Sobald es nicht das hungrige Maul ihres Kleinen ist, sondern zwei menschliche Hände, hält sie ihre Milch schlichtweg zurück. So ist es ausschließlich mit der Hilfe des gleichzeitig trinkenden Büffeljungens und einem einfühlsam aufgebauten Vertrauen möglich, etwas von ihrer Milch zu erhalten. 

Ebendiese Besonderheiten sind beispielhaft für den besonders faszinierenden Kontakt zu Raja und laden ein zu weiteren feinen Beobachtungen des Büffelverhaltens. 

Eine Teilpatenschaft für Raja hat Diana Sträuber übernommen.

Katka

Diese intelligente junge Büffelkuh ist einer der viel versprechensten Büffel in Saldobosch.

Ihre Mutter Bura kennen die meisten als liebenswerten Melkbüffel und der Vater Jura ist eine Legende und der Gründungsvater der ersten Generation auf unserem Hof.

Katka steht exemplarisch für den reinrassigen Karpatenbüffel. Sie hat sehr dichtes Fell ist kräftig und schön gewachsen. Ihre ausdrucksstarken Augen und ihre extreme Neugier zeugen von einem aufgeweckten Charakter. Obwohl sie bereits reges Interesse an unserem aus Rumänien stammenden Zuchtbullen Romka zeigt, bevorzugt sie vor allem anderen die Gesellschaft ihrer Mutter Bura und ihrer kleinen Schwester Kalinka. Diese Drei lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen und grasen immer in einigen 100m Abstand von der Herde. Trotz der dauerhaften Wanderbewegung der gesamten Gruppe, ist keine von ihnen bisher verloren gegangen. Sie finden immer den Anschluss und beweisen uns so ihre unabhängige Überlegenheit. Diese Liebe zwischen Mutter und ihren Töchtern spiegelt sich auch im Kontakt mit Menschen wieder. Zutraulich, interessiert und immer bereit für eine gründliche Streicheleinheit, begrüßt Katka auch unbekannte Gesichter. Sie ist eine wahre Freude und zeigt einmal mehr, warum die Karpatenbüffel so schützenswert sind.

 

 

Bura

In der Reihe im Stall steht sie ganz hinten, doch für viele Menschen ist sie auf der Rangliste der beliebtesten Büffel in Saldobosch ganz oben: Bura. Seit 2010 bereichert sie als eine der Ersten die Herde in Steblivka. In dieser Zeit hat sie schon zahlreichen Volontären das Melken beigebracht, denn nur wenige Büffel sind dabei so geduldig,  wie sie. Ruhig und bewegungslos frisst sie ihr Futter während an ihrem Euter Lehreinheiten zum Thema „Wie melke ich einen Büffel“ stattfinden. Und nicht nur uns Zweibeinern gegenüber ist sie freundlich. Ebenso ist sie eine gute und stolze Mama von momentan zwei Kälbern, die nur selten von ihrer Seite weichen.  

Fraja

„Sie ist wie die Königin der Herde“ – so beschrieb neulich eine der Volontäre die Büffelkuh Fraja. Erhaben und gemach bewegt sie sich, scheint ständig genau zu wissen, was um sie herum passiert. Nur denjenigen, die ausdauernd und geduldig ihre Freundschaft gewinnen konnten, erlaubt sie von ihrer Milch zu nehmen.  Nachweislich dafür können momentan lediglich zwei Menschen Fraja gefahrenlos melken, welche seit Jahren einen intensiven Kontakt zu ihr pflegen und selbst dann ist eine absolute Ruhe und Achtung vonnöten. Solange man ihr jedoch keine Schmerzen zufügt und ihrem Euter nicht zu nahe tritt, ist Fraja sehr freundlich, begrüßt Menschen neugierig und genießt deren Aufmerksamkeit und Zuwendung sichtbar.

Hella


Hella ist die Tochter unserer zuverlässigen Stute Growny und ist erst vor kurzem ein Jahr alt geworden. Von ihrer Mutter hat sie offensichtlich auch die besten Eigenschaften geerbt: sie ist ruhig, intelligent und neugierig, immer am aufmerksamen Beobachten was um sie herum geschieht. Von ihrem Vater Kaschtan hat sie jedoch eindeutig die langen Beine, die sie wahrscheinlich schon jetzt zur schnellsten Stute der Herde machen. Gerne fällt sie ein bisschen hinter die anderen Pferde zurück, um dann im wilden Galopp aufzuholen, über Stock und Stein und schneller als alle anderen.
Obwohl sie schon ein Jahr alt ist sie noch immer eng mit ihrer Mama zusammen und wenn diese tagsüber mal im Einsatz, dann gibt Hella keine Ruhe bis sie ihre Mutter wieder gefunden hat und scheut dabei kein Hindernis. Seit sie jedoch seit ein paar Wochen einen kleinen Bruder bekommen hat und Growny sich nicht mehr besonders um sie kümmert, hat sich Hella mit unserer etwa gleichaltrigen Stute Wilma angefreundet. Die beiden verbringen die meiste Zeit miteinander und beknabbern sich gegenseitig das Fell, um sich zu pflegen.

Nero

Nero wird seit 2010 von unserem Partner dem Reiseveranstalter Dreizackreisen unterstützt. Er hat sich zu einem hochgewachsenen, liebenswerten Bullen entwickelt, der mit großer Neugier allem Ungewöhnlichen begegnet und seine Herde so gut es geht verteidigt. Er ist aufgrund seiner Abstammung einer unserer wichtigsten Zuchtbullen und kann in diesem Jahr einen entscheidenden Beitrag zum Überleben der ukrainischen Büffelpopulation leisten.


Noch bis zum letzten Jahr war der Bulle Tschuptschik die “Nummer Eins” in der Rangfolge und beide Bullen konnten bis vor wenigen Tagen als Freunde friedlich ihre Herde begleiten. Seit Nero jedoch an Größe und Selbstbewusstsein erheblich dazu gewonnen hat, ist die harmonische Koexistenz beider Büffel beendet. Jeder beansprucht die Herde nun für sich und möchte den vermeintlichen Widersachen aus dem Weg schaffen. Dank Neros hervorragenden Eigenschaften als Karpatenbüffel und der Tatsache, dass er mit niemandem aus der transkarpatischen Population eng verwandt ist, hat er dieses Jahr Glück gehabt: die Herde gehört vorläufig ihm, Tschuptschik ist vorübergehend wo anders untergebracht.

Neros Temperament ist liebevoll aber bestimmt. Zuwendungen und liebevolle Aufmerksamkeit begegnet er mit gleicher Sprache. Wenn die Büffel abends vom Feld kommen, versucht Nero seine Herde zusammen zu halten und verhindert meist sehr erfolgreich, dass die Melkbüffel in den Stall gehen. Wenn man die Tiere auf dem Feld besuchen kommt, ist Nero mit Sicherheit einer der ersten, welcher die Besucher begrüßt, Futter bekommt oder geritten wird. Wegen seiner direkten Art macht die Zusammenarbeit mit Nero viel Spaß. Begegnet man ihm mit freundlichem Kraulen hinter den Ohren, wird man ihn fast nicht mehr los. Sollte man den Fehler begehen etwas Brot mit auf das Feld zu den Tieren zu bringen, kann besonders Nero so aufdringlich werden, dass man es schon fast bereut. Denn wenn so ein muskelbepackter 600kg schwerer, selbstbewusster Zuchtbulle eine Leckerei haben will, die sich in deiner eigenen Tasche befindet und es sonst keine Zäune gibt über die man sich in Sicherheit bringen könnte, fühlt man sich schnell etwas ausgeliefert… Die einzige Lösung ist dann meist, seine Taschen komplett zu leeren und Nero alles zu geben was er verlangt.

Nero ist jetzt vier Jahre alt, in äußerst guter Verfassung, mit einem dichten Winterfell bewachsen und erfreut sich an seiner Herde.Wir von der Arc-&Rescuestation Saldobosch sind sehr glücklich über einen so exzellenten Zuchtbullen verfügen zu können.