Die Initiative zum Erhalt seltener Haustierrassen in den Karpaten e.V.

Die Initiative zum Erhalt seltener Haustierrassen in den Karpaten e.V. ist ein international getragenes Arterhaltungsprogramm. Zusammen mit dem ukrainischen Partnerverein SATrans (Saving of Agro-Biodiversity in Transkarpatia) werden lokale Projekte von der Arc&Rescue Station "Saldobosch" im Dorf Steblivka in Transkarpatien aus koordiniert.

In erster Linie soll der Karpatenbüffel als eigenständige Rasse in einer vitalen Population in der Ukraine erhalten und vermehrt werden. Hierzu wurden mit deutschen Privatgeldern und Schweizer Stiftungen seit 2008 reinrassige Karpatenbüffel in eine Nukleusherde aufgenommen. Die alte Kolchose „Saldobosch“ in Steblivka wurde in wenigen Wochen Arbeit für den Verein und seine Tiere nutzbar gemacht. Dazu wurden neben den Umbauten von Stallungen und großzügigen Paddocks noch 200ha Weideland gepachtet. Die zentrale Lage der Farm Saldobosch im Verbreitungsgebiet der verbliebenen 64 zuchtfähigen Büffel hat das Projekt zu einer Gemeinschaftsweide und Zuchtstation aller Wasserbüffel in der Ukraine etabliert.

Des Weiteren wird in Saldobosch seit 2009 ein primitiver Schlag des Huzulenpferdes gehalten, das so genannte Hutan-Pferd, welches den Ausgangspunkt eines Rückzüchtungsprojektes bildet. Das Ziel des Hutan- Erhaltungsprojektes ist die Erhaltung der Merkmale des bereits ausgestorbenen europäischen Wildpferdes. Außerdem verfolgen wir Auswilderungspläne im nahe gelegenen Bergland.

Zusätzlich fördern wir die Zucht von Schwalbenbäuchigen Mangaliza Wollschweinen. Individuen dieser alten Rasse können seit 2011 von Steblivka aus an interessierte Halter abgegeben werden.

Aktuell stehen in Steblivka 22 von ca. 80 existierenden Wasserbüffeln der Ukraine auf einer durch den Verein koordinierten Gemeinschaftsweide.

Das Hutan-Pferde Erhaltungsprojekt besteht aus sechs Stuten, zwei Jährlingen und zwei Zuchthengsten.

Die Wollschweine werden in einem lockeren Zuchtverband bestehend aus lokalen Partnern und dem Ukrainischen Verein SATrans gezüchtet. Insgesammt koordinieren wir den genetischen Austausch bei 15 Zuchtsauen.

Durch die Mitarbeit vieler freiwilliger Helfer und die Begeisterung der lokalen Bevölkerung wird die Arbeit gemeinsam getragen.