Landschaftspflegemaßnahmen in den Karpaten

Der Einsatz von Buffeln in der Landschaftspflege wird in Deutschland in etlichen Naturschutzgebieten betrieben. Wir haben uns jetzt fur ein noch nie dagewesenes Experiment entschieden:

Neun Karpatenbergbuffel aus unserem Bestand wurden fur 2 Monate auf einer Flache von 5 ha in einer Hohe von 400-650m eingesetzt.

Im Vorfeld wurden 3 Quellen ausgehoben und ein Netz aus Elektrozaunen zur gezielten Beweidung von Problemflachen gespannt. Die betroffene Landschaft in Lipowetz soll in den kommenden Jahren wieder bewirtschaftet werden, daher mussten zusatzlich Motorsage und Sensen eingesetzt werden um die Nutzung der Baume auf der Flache und die Vernichtung von Farn voranzutreiben.

Die Anschlie?ende beweidung durch unsere Huzulenpferde hat eine enorme Verbesserung des Nutzbaren Aufwuchses fur Weidetiere zur Folge gehabt.

Nur der Adlerfarn bedarf regelma?iger manueller Entfernung in den kommenden Jahren, da sich dieser Flachenma?ig ausbreitet. Die Buffel nutzten den Farn u.a. als Liegewiese, wobei der Insektenbefall gleichzeitig deutlich zuruckgegangen ist.

Alles in allem ist das Experiment erfolgreich verlaufen. Fur eine Dauerhafte Beweidung empfehlen wir fur die stark sauren Boden und bei der bisherigen, geringen Nahrstofffersorgung ca. 0,8 Buffel pro Hectar oder 0,6ha pro Huzulenpferd.

Momentan befinden sich 24 Buffel wieder in Steblivka.