Huzulenpferde im Czernowitzer Gebiet Ukraine

Huzulenpferde waren und sind hauptsächlich in den Vorgebirgen der Karpaten: in den Putila, Wiznitz und Storojinet Regionen, als auch in Sadagure.

In diesen Regionen betrug der Anteil der Huzulenpferde der höheren Zuchtklasse im Jahre 1930  16% des Gesamtbestandes aller Pferde.

Diese in den Vorgebirgen und Karpaten lebende Pferderasse trotzte robust und widerstandsfähig den harten Bedingungen der oft unwirtlichen Landschaft, des rauen Klimas, des nicht immer genügenden Futters und der kräftezehrenden Arbeit.

Die Entwicklung des Pferdebestabestandes in diesen Gegenden wurde immer durch die Huzulenpferde verbessert.

Beide Weltkriege haben die Zahl der Huzulenpferde bedeutend vermindert, weil die Armeen aller in dieser Region am Krieg beteiligten Länder die Pferde rekrutiert haben d.h. auch den Bauern weggenommen haben.

Aber bei den Bauerngehöften ganz oben in den Bergen oder in den abgeschlossenen und schwererreichbaren Tälern sind die Huzulenpferde bewahrt geblieben und haben sich in der Nachkriegszeit wieder vermehrt.

So wurden im Jahre 1930 unter rumänicher Herrschaft in diesen Gebieten fast 14 000 Huzulenpferden gezählt. Im 1945 waren es nur fast  400 und im 1951 ist ihre Zahl wieder auf 1711 gestiegen.

Die Huzulenpferde sind beliebt und gefragt und diese Tatsachen haben die Verordnung des Ministerrates der Ukrainischen Sowjetischen Sozialistischen Republik und der Kommunistischen Partei der Ukraine über die Benennung als Regionen für die Zucht und Vermehrung der Huzulenpferde  die Regionen Putila, Wiznitz und Storojinet begründet. Infolgedessen wurden 2 Gestüte als Zuchtbetriebe für die Huzulenpferde gegründet und gerüstet. Das erste war im Dorf Seghieni in der Putila-Region -  das zweite im Dorf Klinovka ( Panca) im Storojinet-Region.

In den 70-er Jahren hat die intensive Mechanisierung der Landwirtschaft dazu geführt, dass Pferdezucht und die Nutzung der Pferde unrentabel für die Kolchosen geworden war. Die Gestüte für die Huzulenpferde wurden aufgelöst und die Pferde an die Landwirte verteilt.

Seit diesem Zeitpunkt entwickelte sich jedoch die Population der Huzulenpferde im Rahmen der Selektion durch die Bevölkerung in jenen landwirtschaftlich schwierigen Regionen, wo die Maschinen das Huzulenpferd als treuen und zuverlässigen Helfer der Menschen nicht ersetzen  konnten.

In den 90-er Jahren, während der Krise des Zerfalls der Sowjetunion, des wirtschaftlichen Zusammenbruchs und fast nicht auftreibbaren- und, wenn dann unerschwinglichen Treibstoffs -  für den Transport und die Landmaschinen, sind die Huzulenpferde zu Rettern vieler Familien geworden und die Zahl der Pferde hat sich erhöht.

Zu heutiger Zeit sind in den traditionellen Regionen der Verbreitung des Huzulenpferdes im  Chernovitzer Gebiet in Dörfern hunderte und in Siedlungen dutzende von Huzulenpferden erhalten geblieben.

Seit 1945 sind weder aus Rumänien noch aus anderen Zuchtgebieten Huzulenpferdes in das Czernowitzer Gebiet gekommen, und die Mischlinge mit anderen grossen Pferderassen hat die karge Natur der Berge aussortiert und sie wurden wieder durch die kleinen Huzulenpferde ersetzt.

Es funktioniert zur Zeit ein Zuchtbetrieb für Huzulenpferde in der Forstwirtschaft des Dorfes Seletin. Und diese Tatsache gibt die Hoffnung, dass auch in anderen Forstwirtschaften und in den Schutzgebieten Huzulenpferde bald leben werden.